Lebhaft diskutiert über Familie und Jugend

Gerade bin ich aus Schweinfurt in Unterfranken von der bereits erwähnten Podiumsdiskussion „Mütter, Männer, Mixa – Familienpolitik zwischen Fakten und Fiktionen“ wieder nach Hause gekommen. Interessant wars. Das Publikum war ganz ordentlich – zahlenmäßig natürlich – wenn auch der große Saal nicht ganz voll war. Aber eine spannende Diskussion hat sich entwickelt.

JuLis, präziser allgemein Gäste unter geschätzten 35, waren nicht so viele da. Vielleicht ca. 10. Dafür war aber beispielsweise ein Besucher da, der von seiner Großfamilie erzählt hat „wenn wir uns alle Treffen mit Geschwistern, deren Kindern etc. sind wir so um die 75“. Er hatte sich laut seinem Redebeitrag eigentlich erhofft, dass es mehr geben würde, worüber er sich bei Miriam Gruß und mir beschweren könnte, er fand aber in unseren Positionen nichts. So kanns gehen. Kontroverser ging es da schon um das von JuLis wie mittlerweile auch FDP geforderte verpflichtende letzte Kindergartenjahr.

Zu Beginn durfte ich in einer kurzen Rede die Positionen der JuLis zur Familien-, Jugend- und Kinderpolitik vorstellen, gewürzt mit ein paar amüsanten Beispielen aus Fürth, dann hat Miriam Gruß, MdB, immerhin selbst noch JuLi, eine Rede gehalten, die im Unterschied zu manchen anderen Bundes-FDPlern einen Jungen Liberalen doch sehr erfreuen konnte. Es kann gut sein, dass sie die Rede in Kürze noch ins Netz stellt, ich werde sie dann verlinken. Meine Rede war leider frei, das heißt, es gibt nichts zum ins Netz stellen.

Wir haben uns in der anschließenden Diskussion inhaltlich auch kaum zanken müssen. Karsten Klein hat das ganze außerdem gut und entspannt moderiert. Die Presse war auch da. Sobald ich morgen ein paar Fotos und wieder ein bisschen Zeit habe, gibt es einen ausführlichen Bericht auf dem Weblog der JuLis Bayern. Bis dann, bleibt dran. Ich geh jetzt schlafen.

Ich habe übrigens zufällig noch einen schön zu lesenden Artikel zum Thema bei der Zeit gefunden. Allerdings komischerweise nicht auf deren Homepage, sondern nur über Googleumwege. Susanne Gaschke beschreibt in „Familie haben heißt verzichten – Naiv ist die Vorstellung, mehr Geld vom Staat brächte automatisch mehr Zufriedenheit“ treffend, was denn die eigentlichen Hinderungsgründe bzw. Abschreckungsargumente gegen ein Kind in unserer Gesellschaft sind. (Als PDF)