„Glükwunsch, du Audi TT“

Screenshot des blinkenden Werbebanners für einen Audi TTFrüher an diesem Tag habe ich mich noch krumm gelacht über ein Werbebanner, das noch nicht einmal diesen Namen verdient, an Penetranz kaum übertroffen ist und aus irgendeinem mir unerklärlichen Grund seit einiger Zeit durch verschiedene auch namhafte Internetseiten geistert. Irgendwelche Leute wollen einem da anscheinend mit primitivsten Mitteln weismachen von wegen

„Glückwunsch an den User. Online am … Herzlichen Glückwunsch zum möglichen Audi TT Roadster Cabrio www.win-a-xxxxxx.de …“

oder so ähnlich. Sicher bin ich nicht der Einzige, dem diese Werbung auf die Nerven geht. Las-Vegas-blinkender Rahmen (siehe Bild) mit Wandersternchen. Jedenfalls tauchte diese Anzeige heute schon auf studivz auf und jetzt auf technorati, aber mittlerweile sogar mit einem unglaublich eleganten Tippfehler. Da steht nämlich „Glückwunsch an den User„. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Kampagne so kostengünstig ist, dass ein solcher Fehler aus Sicht des Unternehmens verzeihbar wäre. Was ich aber erst recht nicht verstehen will, offensichtlich machen ja irgendwie genug Leute bei diesem Zeug mit, dass die Anzeigen nun schon so lange nerven. Daher erlaube ich mir hier mal den Hinweis auf das Kleingedruckte in der Fußzeile der genannten Homepage. Dort wird mir angezeigt:

„… Meine x Angaben x dürfen x von xxXxx, J. XXXXX & B. Xxxxxxxx GbR, den x Sponsoren x und x deren Partnerunternehmen x verarbeitet x und x genutzt x werden (auch x von x externen x Datenverarbeitern x wie x zxB Datenerfassern, Internetdienst x -Anbietern x, Lotteriegesellschaften x). Die personenbezogene Nutzung x wird ausschließlich auf die Organisationen und Unternehmen aus den x verschiedensten x Branchen x beschränkt, die meinen erkennbaren Interessen und Wünschen x entgegenkommen. Für diese Organisationen und Unternehmen x dürfen x mir x Informationen, x Angebote, x Muster x und x Werbung (per x Post, per x E-Mail und/ x oder per Telefon) übermittelt x werden. …“

Das ist ja fast schon so wie wenn ich nach Hause komme, meinen Anrufbeantworter abhöre und als erstes mal von dieser ungeheuer netten Dame vom Band aufgefordert werde, irgendwelche blödsinnigen Lösungswörter zu sagen, damit ich eine Millionen gewinne. Ach ja. Natürlich habe ich dort nicht mitgespielt, nicht dass jetzt jemand spaßigerweise auf einen Zusammenhang käme.

Oh. Ich hatte mich ja schon gewundert, warum ich nichts finden konnte, aber mbirth’s life hat schon einmal auf dem Blog etwas über dieses win-a-cabrio.de geschrieben. Trotzdem merkwürdig, dass das alles ist.

Noch ein Nachtrag: Danke an Princo mit seinem Kommentar. Nachdem ich derzeit schon Ziel eines Abmahnwütigen mit anstehendem Prozess in Kürze bin und ohnehin die Nase vom unterentwickelten deutschen Zivilrecht voll habe, würde ich mir das in diesem Fall gerne sparen und habe mir daher jetzt die Freiheit genommen, diesen Artikel nachträglich noch ein bisschen selbstzuzensieren. Einen Hinweis auf ein bekanntes rotes Tagebuch schließe ich noch an, in dem sich ebenfalls mit besagtem Geschäftsgebaren beschäftigt wurde.