Alles im Zeichen der bayerischen Wahlen

Heute Vormittag ging es um die Planung der anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen für die JuLis Bayern. Es gibt eine Menge zu tun, damit eine Wahlkampagne funktioniert. Besonders geht es auch um die Abstimmung der unabhängigen Jungen Liberalen und der FDP als die Partei, die für uns Liberale zu den Wahlen antritt und die wir natürlich in diesem Zusammenhang stützen wollen. Dazu müssen Termine und Inhalte zusammenpassen. Ich denke, wir haben ein paar wirklich schöne Ideen schon gesammelt, die diese Arbeitsgruppe „Kreativ-Team“ am Dienstag im JuLi-Landesvorstand vorstellen wird: Der Wahlkampf wird gut.

Heute Nachmittag ging es dann noch zu den JuLis Mittelfranken und deren Bezirksvorstandssitzung, für deren Mitglieder ich als Ombudsmann im Vorstand sitze, also als Vertrauensperson, die einen Mittler zwischen Mitgliedern und Vorstand darstellt und als eine Art Schlichter und Berichterstatter über die Arbeit des Vorstands, eine sehr gute schwedische Erfindung. An sich war es eine recht angenehme Veranstaltung, auch wenn naturgemäß zu manchen Themen nicht immer alle Mitglieder einer Meinung sind. Aber dann muss man sich halt wieder zusammenraufen. Besonders, wenn das aufgrund von Missverständnissen passiert, ist das Problem ja ganz einfach zu lösen, eine Erfahrung die ich schon als Schüler-Streitschlichter in der 10. Klasse immer wieder gemacht habe.

Ich gebe aber auch zu, wenn man als ehrenamtlicher Jugendlicher für einen Verein wie die JuLis seine Freizeit opfert fällt es ab und zu mal schwer, eine demokratisch gefällte Entscheidung, die gegen die der eigenen Meinung widerspricht mit voller Überzeugung umzusetzen. Trotzdem ist das eine der Grundlagen zum Funktionieren von demokratischen Verbänden. Ein Grund, weshalb ich Ressortsysteme für so sinnvoll halte. In Verbandsvorständen ohne klare Aufgabenbereiche hat niemand die „amtsethische“ Verpflichtung, bestimmte Entscheidungen umzusetzen, der oder die Vorsitzende dagegen die unangenehme Aufgabe, solche Aufgaben wider dem Willen der Vorstandsmitglieder zu delegieren und außerdem werden solche Entscheidungen öfter nötig, weil es auch keine verteilten Entscheidungskompetenzen für verschiedene Fachbereiche gibt. Glücklicherweise haben nahezu alle JuLi-Vorstände solche Ressortverteilungen.

Wenn man sich dagegen die Vorstände der Parteien, auch der FDP anschaut, ist die Situation eine andere und es zeigt sich leider immer wieder, dass zusätzlich zu den genannten Effekten die Wahl in Posten weniger von einer quantifizierbaren individuellen Qualifikation als von allen anderen Wahlargumenten abhängt wie persönlichem Auftreten, Anzahl der Freunde oder irgendwelchen Quoten. Das ist beim Amt eines Vorsitzenden sinnvoll, wirkt sich aber ansonsten natürlich irgendwo immer negativ auf die Produktivität und Kompetenz eines Vorstands aus. Leider.

Etwas anders sieht es zum Glück in den „Think Tanks“ der JuLis, den Landesarbeitskreisen und sogar den „Landesfachausschüssen“, denen der FDP aus. Gestern zum Beispiel tagte der „Unterausschuss Hochschule“, natürlich auch mit der Vorbereitung der bayerischen Landtagswahlen beschäftigt, aber auch mit der Wahl eines neuen Vorstandes. Außerdem war der Rektor der FH Nürnberg, Prof. Dr. Braun – ein Physiker – als externer Referent zu Gast und hat uns interessanten Input zum aktuellen unkoordinierten Reformwahnsinn in der Hochschulpolitik gegeben, in der eine Reform unkoordiniert der nächsten folgt. Interessante Statistiken zu den Auswirkungen des Bologna-Prozesses gibt es übrigens von der Hochschulrektorenkonferenz online bei deren Hochschulkompass.

Am Rande erwähne ich noch kurz, dass ich natürlich auch diese Woche mal wieder in meiner nahegelegenen zweiten Heimatstadt Fürth war. Auch dort ging es um die Wahlen. Allerdings weniger um die Landtagswahlen als um die Kommunalwahlen, die in Bayern am 2. März 2008 wieder stattfinden. Die FDP Fürth hatte Mitgliederversammlung, mit dabei auch Neumitglieder, was immer ein Anlass zur Freude ist. Mit Stephan Eichmann wurde dort einer von uns JuLis zum Ortsvorsitzenden gewählt, ich bin von nun an auch stellvertretender Ortsvorsitzender und bin schon gespannt auf unseren anstehenden Kommunalwahlkampf.