Googles Patent-Suche

Thomas Alva Edisons Telefon-Patent7 Millionen Patente des USPTO, der US-Patentbehörde, macht Google in der bewährt nutzerfreundlichen Art und Weise unter Google Patent Search (Beta) allen Netznutzern zugänglich. Erfasst werden, laut Google-FAQ, Patente seit 1790 mit bisher ca. einem Jahr Lücke bis heute. An sich ist es sicher sinnvoll, eine der wichtigsten Wissensressourcen der industrialisierten Welt schnell und einfach durchsuchbar zu machen und es entspricht Googles Zielsetzung, das Wissen der Welt nutzbar zu machen.

Aber ich frage mich, wo der große Gewinn ist gegenüber der schon seit langem verfügbaren Onlinesuche des USPTO, die jeder Profi seit langem routiniert verwendet und das auch die kürzlichen Patentanträge erfasst. So findet man dort beispielsweise auch schon die spannende neue Apple-Patentanmeldung für ein gestenempfindliches Eingabegerät, wohl eine Maus.

Besonders kurios ist, dass Google offensichtlich die Patente selbst noch einmal speichert. Überflüssig? Wer weiß, welche Strategie dahinter stecken mag. Auf jeden Fall sind die ausgewählten, historischen Patente auf der Startseite der Google Patent-Search einen Blick wert, die Durchsuchen-Funktionen sind wirklich nicht schlecht gemacht und die Integration in die übrigen Google-Suchmaschinen-Systeme würde dieses Wissensreservoir mit integrieren.

Dass Patente in ihrer technisch-juristisch, manchmal leicht verschwurbelten Schreibart für den Laien oft genug schwierig zu verstehen sind, daran wird auch Google nicht so schnell etwas ändern können, dafür bräuchte man eine Art Patent-Babelfish, andererseits begünstigt die Ausdruckweise in ihrer Formalität vielleicht die Indizierung durch die Suchmaschine. Ein Idealer Sandkasten vielleicht.