Fatih Akins Oscarkandidatur

Gerade brachte Regisseur Fatih Akin seinen neuen Film „Auf der anderen Seite“ heraus. Vorhin haben mich die Nachrichten darauf aufmerksam gemacht, das der Gewinner des Preises für das beste Drehbuch und des Prix du Jury oecuménique in Cannes nun für die Oscarverleihung 2008 als deutscher Film ausgewählt wurde. Den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Filmpreis hat Fatih Akin ebenfalls bereits auf dem Kaminsims.

Das macht neugierig auf das neueste Produkt, erinnert mich aber insbesondere daran, dass ich hier mal darauf hinweisen wollte, dass der letzte Film, mit dem Akin 2005 für Aufsehen sorgte und den Goldenen Bären 2004 gewann, „Gegen die Wand“ seit einer Weile kostenlos im Netz steht. Ganz offiziell und in akzeptabler, guckbarer Auflösung, gehostet vom Koproduzenten, NDR. Abrufen kann man den Film dort als Flash-Video in voller Länge. Übrigens auch als nicht in Deutschland GEZ bezahlender, anders also, als das beim BBC mit dem Filmmaterial online gehandhabt wird. Wer also keine Ahnung hat, um was es geht, mitreden möchte oder auch nur für lau ein bisschen Zeit mit einem stellenweise (im Netz kann man ja vorspulen) durchaus ganz nett gemachten Film verbringen möchte, dem sei er empfohlen.

Auf Dauer, finde ich ja, nervt dieses Klischee-Schubladen-Filmemachen ein bisschen, beziehungsweise wirkt etwas einfallslos, ob einem der Stil gefällt oder nicht und ganz abgesehen von den persönlichen Äußerungen des Regisseurs. Mal sehen, ob nach den laut Akin angeblich geplanten drei Filmen des Themenbereichs türkisch-deutsche Subkultur auch mal was anderes kommt.