Schröder und Steinmeier: Demokratie? Was ist das?

Ich dachte ja, Gerhard Schröder, unser früherer Bundeskanzler, der mit dem kometenhaften Aufstieg, der Genosse der Bosse, Sinnbild der „Agenda 2010“, Kumpel des urdemokratischen Russlandmachthabers Wladimir Putin, Diener des russischen Staatsmonopolisten „Gazprom“, früherer Maobibelkäpfer, könnte in seinem Ansehen nicht mehr tiefer sinken. Schlechte Kanzler gab es viele, diese Courage, zu seinen schmutzigen Überzeugungen zu stehen, so diese bei den anderen vorhanden sein sollten, haben wenige, eigentlich nur einer. Nun setzt Schröder noch einen drauf:

Gemeinsam mit seinem früheren Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier, das ist der, der in die Geheimdienstaffären verwickelt war und für die Schmutzarbeit zuständig, die selbst für Schröders Hände zuviel war und der, der jetzt die deutsche Außenpolitik bestimmt, eine der wichtigsten Stützen der Politik Merkels großer Koalition, rügt Gerhard Schröder nun gegenüber dem China Daily seine Kanzlernachfolgerin:

„Some recent situations have hurt Chinese people’s feelings, and I regret it,“ Schroeder told China Daily on the sidelines of a seminar on China’s development and world harmony.
„I am not happy with some of our government’s recent moves,“ he said.
Addressing a gathering during the seminar’s lunch break, Schroeder said Chancellor Merkel „committed a mistake“ by meeting the Dalai Lama.
Respecting each other’s concern for sovereignty and territorial integrity is the core of Sino-German relationship, which both sides describe as „a strategic partnership“. (Original)

Frank-Walter Steinmeier über seine Vorstellungen der Beziehung Deutschlands zu Schröders Arbeitgeber, dem russischen Staat:

Die Beziehungen zu Moskau dürften nicht ständig mit einem „ängstlichen Blick auf die Schlagzeile zu Hause“ betrieben werden, sagte Steinmeier im Blick auf zurückliegende Auftritte Merkels mit dem russischen Präsidenten Wladmir Putin.

Eine „Abschottung“ zu Russland sei der falsche Weg. Das Land werde bei der Lösung internationaler Konflikte wie auf dem Balkan oder beim Atomstreit mit Iran gebraucht. (via)

Angela Merkel muss man für ihr glückliches Händchen bei der Wahl ihrer Minister ja wirklich mal gratulieren. „Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht. Die Internationale kämpft für das Menschenrecht…“