Doch keine Studivz-Massen-SMS…

Sowas. Da lässt man mal einen Beitrag einen Tag liegen, um so fair zu sein, nach den eben erwähnten Schaltern für die Abschaltung der Persönlichkeitsrechtevermarktungsmaschine bei Studivz zu suchen und schon ist der Artikel eigentlich gar nicht mehr up-to-date. Immerhin habe ich gerade noch gefunden, dass auch Eva sich Gedanken über einen „Austritt“ aus dieser Sekte gemacht hat. Der Freundes- und Bekanntenkreis der möglichen Verweigerer wächst.

Auf der anderen Seite hier eine Abwägung von Miterlanger Cappellmeister. Der vergleicht Studivz mit dem Vorgehen von Xing. Für manch einen mag das irrelevant sein. Wäre ich aber konsequent, dann muss ich das in meine Überlegung einbeziehen. Schließlich habe ich, als alter neugieriger Netzbürger auch dort einen Account.

Und zu guter Letzt: Der Titel dieses Artikels ist ein Zurückrudern meinerseits aufgrund eines Zurückruderns seitens Studivz. Zumindest, was einige Passagen der neuen Vz-AGB (welch Abkürzungseleganz) angeht, haben die Macher dieses Netzwerks wohl erkannt, dass ihr Vorgehen übers Ziel hinaus geschossen ist. Darüber berichtet zumindest Spiegel Online gerade. Nun ist die Frage, ob dieses Zurückrudern nur ein Marketinggag ist. SMS werden wohl keine mehr verschickt, aber IM und Werbe-E-Mails schon. Die Daten werden wie gehabt ausgewertet. Allerdings wurde auch der Passus gestrichen, der ein Einfallstor für die Weitergabe von persönlichen Daten incl. Verkaufsmöglichkeit darstellte. Jetzt nur noch an Ermittlungsbehörden.

Ach ja. Und warum ich beim besten Willen nicht den Aus-Schalter für die Verwendung meiner Daten finden konnte, das erklärt Spiegel vielleicht auch (?):

Auch in den jetzt neu verschickten Regeln steht bei jeder Einwilligung (Nutzung von Clickstreams, Profildaten, Kontaktinformationen zu Werbezwecken) der Zusatz, dass man jeder dieser Analyse- und Werbevarianten widersprechen könnte – per Mausklick im eigenen Profil, später einmal, sobald das Verfahren eingesetzt wird.