Fürther REPs: Kandidaten wider Willen

Die rechtsradikale Partei „Republikaner“ hat in Fürth merkwürdige Methoden, um an Kandidaten zu kommen. Ich habe mich ja sehr gefreut, dass zumindest die NPD keine Chance mehr hat, bei diesen Kommunalwahlen einen Stadtratssitz in Fürth zu erobern. Ihnen fehlte die nötige Anzahl der Unterschriften. Die REPs haben diese Hürde allerdings geschafft, schließlich sitzt jetzt schon einer von ihnen im Fürther Rathaus. Heute berichtet nun die Süddeutsche in einem Interview mit einer 73-jährigen, die sich zurecht aufregt, auf einer nationalistischen Liste für die Kommunalwahl aufzutauchen, ohne das gewollt zu haben:

Stimpfig: Hören Sie, da war mal irgendwer von den Republikanern bei mir zu Hause, im letzten Jahr. Irgendwas habe ich da unterschrieben, was weiß ich. Aber vom Stadtrat war überhaupt keine Rede. Ich glaub, ich spinne – mit 73 in den Stadtrat. Ich bin völlig außer mir.

SZ: Das Schicksal teilen Sie offenbar mit einigen anderen Kandidaten der Republikaner in Fürth. Die meisten der Betroffenen sind über 70 Jahre alt. (Sueddeutsche)

Ihre Aussage „Wenn ich gewählt werde, gehe ich zum Anwalt“ reizt einen fast schon, eine Stimme für diese Dame zu panaschieren, auch wenn ich das dann wohl doch nicht machen werde. Dazu gibt es zu viele gute liberale Kandidaten.