Beispiel USA – Wie man einen guten akademischen Ruf los wird
Ein Kommilitone von mir hält gerade seine zweite Visaablehnung für die Reise zu einer OSA-Konferenz in den USA in den Händen. Es gibt Staaten auf der Welt, die ohnehin keine Wissenschaft haben. Deutschland steht im Vergleich ganz gut da. Die USA bis vor einiger Zeit ebenfalls. Bis im Rahmen radikal gesteigerter “Homeland Security” im Nachhall auf 9/11 die Sicherheitsstandards so abstrus gesteigert und die Rechte von Amerikanern und Gästen in diesem Land beschnitten wurden, dass dies zu einer Erschwerung der internationalen Forschung führte.
Der Kommilitone ist Chinese, hat gute wissenschaftliche Ergebnisse; die Belohnung dafür ist normalerweise, zu einer internationalen Konferenz fahren und die Ergebnisse dem Plenum vorstellen zu dürfen. Ihm wird unterstellt, er käme nicht mehr zurück wenn er mal in den USA wäre, was Unsinn ist, bei den Forschungsbedingungen, die er hier hat. Auch ein noch so engagiertes Schreiben meines Professors hat bei den Mitarbeitern der US-Botschaft nichts bewegt. Dann müssen diese wohl auf die ca. 200 Euro, die ein Visum sonst gekostet hätte verzichten. Und mein Kommilitone auf seine Konferenz.
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- Published:
- 09.04.08 / 1pm
- Category:
- China, Physikalisches, Politisches
- Available languages:
- english
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