Zerbricht etwa die „Linkspartei“?

Zerbricht die Linkspartei, angesichts der inneren Querelen, die der auch personelle Chaotenhaufen offensichtlich gerade durchlebt, wei ein paar Linke wohl in Mathe aufgepasst haben und nun ketzerischerweise Fragen, wer das Links-Programm finanzieren soll? Ich denke nicht.

Zumindest nicht, solange diese linksradikale Partei nach außen hin die alten primitiven Märchenbilder einer semisozialistischen Traumwelt verbreitet, in der das Geld auf den Bäumen wächst… Am eindrucksvollsten hat das vorverganene Woche in einer Podiumsdiskussion der Jungen Liberalen Mittelfranken der Linke-Repräsentant auf dem Podium mal wieder auf den Punkt gebracht, der meinte, am besten wäre es doch, wenn der Staat möglichst alles zahlen würde, der bekäme ja die billigsten Kredite… .

Um solche Lügengedichte zum parteipolitischen Konsens im Sinne eines marxistischen Kommunismus des 21. Jahrhunderts zu machen, braucht man nicht viel inhaltliche Debatte und demnach auch keine Parteichefs, die denken können. Man umgeht damit eine ganze Menge Konfliktpotential: Der Fundamentalismus duldet keine Nuancen. Ein Parteifreund äußerte auf der letzten Versammlung der FDP Fürth – üblicherweise gibt es in der FDP viele verschiedene Meinungen zu jedem Thema, aber einen Konsens über den Nonsens der Forderungen der Linkspartei – doch tatsächlich eine Art Mitleid mit Oskar Lafontaine, von dem bekannt sei, dass er schon während seines Physikstudiums keine allzugroße Leuchte gewesen sei, er denke, Oskar würde wahrscheinlich nach „best“-möglichem Wissen und Gewissen handeln…

Solange sich eine innerparteiliche Mehrheit, aus Machtgeilheit oder aus realem Fundamentalismus dafür finden lässt und solange die Machtgeilheit derjenigen, die notgedrungen auf dem Weg zu ihrer Macht diese Ziele akzeptieren außerparteilich die nötigen Mehrheiten gewinnen können, und das scheint zumindest in einigen Bundesländern derzeit der Fall zu sein; solange ist es egal, wieviele Leute und wer genau an der Spitze dieser Möchtegern-Partei steht und wie diese Spitze sich wandelt.

Oder liegt etwa die gesamte populistische Schlagkraft der Linkspartei in den beiden Großpredigern Lafontaine und Gysi? Ist es deren Blendkraft, die die Wählerschaft blind jeder noch so tumben Idee hinterherlaufen lässt, auch wenn diese schon zigfach in der Realpolitik gescheitert ist?