Mensch gegen Natur? – auf dem PPW in Gummersbach

Vom 23. bis 25. Mai findet in Gummersbach wieder das Jugendpolitische Forum / Politisch-Programmatische-Wochenende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit statt. „Mensch gegen Natur? Eine konkrete Grenzziehung zwischen persönlicher Freiheit heute und Gestaltung der Umwelt zukünftiger Generationen“ ist diesmal das Thema des Arbeitskreises Umwelt, Infrastruktur und Innovation, wir arbeiten damit an einem unserer Kernthemen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Jungen Liberalen derzeit an einem neuen Grundsatzprogramm „Humanistischer Liberalismus 2.0„(pdf) schreiben, werden wir uns in diesem Arbeitskreis damit beschäftigen, wie wir als Liberale unser Verhältnis zur Umwelt und Natur definieren und auf welcher grundlegenden Einstellung wir uns nachhaltige, liberale Umweltpolitik vorstellen. Dabei geht es insbesondere darum, mit welchem Recht wir den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern mit welchen Mitteln helfen können, dieselben technologischen und zivilisatorischen Errungenschaften zu erlangen, wie sie in unter anderem in Mitteleuropa alltäglich sind. Ein oder mehrere Autos pro Einwohner sind nur ein kleines Beispiel. Wo ziehen wir als Liberale die Grenze zwischen der freien Entfaltung und der Einschränkung der Möglichkeiten zukünftiger Generationen? Beides Forderungen, die Liberale, insbesondere die JuLis zurecht als wichtige Kernforderungen hochhalten.

Was die Grundlagen zum Spannungsfeld Mensch – Natur angeht: Interessant könnte in diesem Zusammenhang auch meine kleine Einführung in die Grundlagen der Umwelt- und Naturethik (PDF) sein, die ich 2005 für einen Akademiekurs erstellt hatte und für das Seminar noch einmal kürzen und aktualisieren werde. Außerdem hat das Interfakultäre Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Uni Tübingen eine hervorragende Linksammlung zum Thema Umweltethik zusammengestellt.

Ich nutze Freiheitsfreund einfach mal für ein bisschen Werbung für dieses Seminar. Es ist interessant und es lohnt sich, für ein Wochenende nach Gummersbach zu kommen und mit anderen jungen, politischen, liberalen Menschen die gestellten Themen zu debattieren. Außerdem in diesem Zusammenhang noch ein Hinweis auf das gerade heute begonnene (kostenfreie) Seminar in der Virtuellen Akademie „Energiemix 2020 – Klimaerwärmung und weltweiter Energiehunger„. Ich denke, die synergieeffekte aus einer Teilnahme an beiden Seminaren könnten sich sehen lassen.

Das Einleitungsstatement des Seminars der Virtuellen Akademie hat, wie ich gerade festgestellt habe, Gudrun Kopp, MdB gesprochen. Da es durchaus ein breites Spektrum fundierter Meinungen zur Umweltpolitik auch innerhalb der FDP-Bundestagsfraktion gibt, freue ich mich sehr, dass wir zum Seminar in Gummersbach im Kontrast dazu den Umweltpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und früheren JuLi-Bundesvorsitzenden Michael Kauch, MdB gewinnen konnten. Wie ich dann gerade noch amüsanterweise festgestellt habe, ist auch ein dritter Umweltpolitiker der FDP in Kürze auf einem Seminar der Stiftung zu erleben. Holger Krahmer, MdEP zum Thema „Umwelt versus Mensch?“ in Erfurt. Es scheint eine Menge Diskussionsbedarf zu dem Thema zu geben, das von politischen Konkurrenten zu gerne als Schwäche der Liberalen dargestellt wird.

Die Onlineanmeldung zum Jugendpolitischen Seminar in Gummersbach funktioniert noch, üblicherweise ist das Seminar allerdings schnell ausgebucht. Fragen beantworte ich gerne als Kommentar zu diesem Beitrag oder E-Mail an mich.

Das, durchaus kontrovers zu diskutierende, Einleitungsstatement von Gudrun Kopp zum VA-Seminar findet sich auf Youtube. Hier als kleiner Motivator:

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