Wie die CSU Wähler überzeugt: 1 Euro pro bayerischem Einwohner

Dieser Tage gibt die CSU bekannt, wie sie die Wahlen „gewinnen wird“ will: Mit viel viel Geld statt viel Inhalten. „Viel Emotion, viel Geld und eine Beispiellose Tingeltour durchs Land“, sagt laut SZ CSU-Generalsekretärin Haderthauer. Wer hatte sich doch gleich einen stärker amerikanisierten Wahlkampf gewünscht? Zumindest ist Hauptfinanzier der CSU nicht die Waffenlobby, sondern die bayerische Metall- und Elektroindustrie (VBM). Dafür gibt es bei uns nicht ein Gleichgewicht zwischen Demokraten und Republikanern, sondern einen kräftigen Abstand zwischen den 11 Mio. Euro, die die CSU mit Untergliederungen (gesicherte Zahlen laut Rechenschaftsberichten) im letzten Wahlkampf 2003 verpulverte, also bei ca. 13 Mio. Einwohnern fast ein Euro pro Einwohner, den 5 Mio. € der SPD und den laut selbstauskunft bei Grünen geplanten 700.000 € und bei der FDP 500.000 €.

Da helfen nur Optimismus und zupackender Pragmatismus. Und die Hoffnung, dass unsere hervorragende FDP-Kampagne „Der deutlichste Kontrast zu Schwarz: FDP“ mit unseren Inhalten besser ankommt als die kostenlosen Saufgelage und scharwenzelnden Lobhudeleireden der CSU. Gerade beschließen wir übrigens die Kampagnenbudgets für den JuLi-Landtagswahlkampf. Natürlich in nichts vergleichbar mit den eben genannten Summen. Trotzdem würde ich um nichts in der Welt wechseln wollen.

Zur Auflockerung ein Meisterstück des begnadeten Klarinettisten Benny Goodman mit seinem Orchester „Sing Sing Sing“ 1937 aufgenommen und immer noch großartig. Er hätte wohl nie geahnt, dass diese Originalaufnahme mal auf Youtube landen würde:

Video ist nicht verfügbar

Und zurück geht’s ins Labor.