Ein einziges Potemkinsches Dorf: Beijing

War ja klar, dass jetzt alle über China schreiben. Ich muss einfach auf einen weiteren Artikel hinweisen. Etwas aus den alten maosch‘-kommunistischen Zeiten ist im heutigen China doch noch geblieben. Ich meine nicht die Diktatur, ich meine die damals beliebte und eigentlich noch ältere, aus der vorsowjetischen Monarchie stammende Sitte der Potemkinschen Dörfer. Aufgrund Zeitmangels mal wieder ohne weiteren Kommentar, aber meine Leser können ja selbst denken…

Frauen sollen keine Lederröckchen tragen, Männer müssen sich rasieren, Bands dürfen nicht mehr auftreten: Für die Olympischen Spiele hat die Regierung ihre Hauptstadt neu gestylt. Das öffentliche Leben in der Metropole gleicht einem Schauspiel. (via Qualitätsblatt Spon)

Für den Namen stand Feldmarschall Fürst Grigori Potjomkin Pate. Einer modernen Sage zufolge ließ der Günstling (und Geliebte) der russischen Zarin Katharina II. 1787 vor dem Besuch seiner Herrscherin im neu eroberten Krimgebiet entlang der Wegstrecke Dörfer aus bemalten Kulissen zum Schein errichten, um das wahre Gesicht der Gegend zu verbergen. Diese Legende wurde von Gegnern Potjomkins am Hofe lanciert, die ihm seine gute Beziehung zu Katharina der Großen neideten. (via)

Und sie werden zurückkehren und sagen: Ach wie hübsch es dort ist… Du hast doch keine Ahnung. Bei allen Reizen die das Kulturland China an sich hat. Es geht hier nicht nur um die „dringend anzusprechende Menschenrechtssituation“, es geht darum, dass man sich nicht von einem Regime an der Nase herumführen lässt, worum auch immer es geht.