Gute Erklärung: Was „Twitter“ ist und warum manche twittern?

Gerade in den letzten Wochen legt politisches Twittern in Deutschland nochmal so richtig nach. Vielleicht ist es subjektiv, aber die Liste der neuen Follower alleine aus der liberalen Twitterosphäre sowie aus den Konkurrenzparteien ist kräftig gewachsen, dazu kommt Interesse an diesem Prozess mit entsprechenden Übersichten (via M.L.). Nichtsdestotrotz, wie erklärt man auf den Punkt, was das besondere am Twittern ist, warum man twittern und bloggen kann und sich beides ergänzt und wieso man überhaupt twittern sollte? Fontblog, eines meiner liebsten nicht unkommerziellen Blogs, hat eine sehr gelungene Erklärung in Dialogform parat, die ich mir erlaube weiter zu verbreiten:

Was ist Twitter?
Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Nachrichten (»Updates« oder »Tweets« ) mit maximal 140 Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen.

Was ist daran sozial?
Das soziale Netzwerk basiert darauf, dass man »Freunden« folgt, also ihre Updates abonniert. Benutzer, die den eigenen Updates folgen, nennt man »Follower«. Auf der Twitter-Startseite kann man die Updates seiner Freunde chronologisch sortiert sehen und eigene Updates eingeben.

Was unterscheidet twittern vom bloggen?
Die Beschränkung der Nachrichten auf einen kurzen Text (mit maximal einem Link), ohne Bild. Der Dialog im Netz ist schneller und mobiler als Bloggen (Handy, iPhone, …). Das Twittern geschieht auf Augenhöhe, es gibt kein oben und kein unten, keine Trennung zwischen veröffentlichen und kommentieren. Jeder Twitterer bloggt auch.

Warum twittern und bloggen gleichzeitig?
Während das Bloggen ein Veröffentlichen ausführlicher Meinung und Kommentare ist, spiegelt der Twitter-Dialog das Verfassen von Gedanken wider. Fontblog wird über Twitter Beiträge ankündigen, singuläre Gedanken veröffentlichen und Momentanzustände schildern. Im Gegenzug greift Fontblog über Twitter die Ideen Gleichgesinnter auf, um sie für das Schreiben im Fontblog zu nutzen.

Wie soll ich die ganzen Informationen verarbeiten?
Das verfolgen von Fontblog und Twitter kann mit denselben Tools geschehen. Wer einen RSS-Reader benutzt, kann die Fontblog-Twitter-Updates mit diesem abonnieren (http://twitter.com/statuses/user_timeline/665503.rss). Twitter macht aber mehr Spaß, wenn man selbst unter twitter.com mitmacht.

Was soll ich jetzt tun?
Auf twitter.com gehen, einen kostenlosen Account anlegen und Fontblog »verfolgen«. Parallel dazu erfährst Du, wem Fontblog selbst folgt … das kann eine Anregung für Dich sein, auch diese Nachrichten zu empfangen. Über die Twitter-Suche und die Freunde anderer lädt man sich so nach einem ganz legalen Schneeballprinzip die Gäste seiner eigene Party ein.

Warum (erst) jetzt?
Weil die Zeit zwischen den Jahren die beste ist für neue Ideen und Vorsätze. (via)