Kurzer Abriss aus einem kurzen Abriss aus der Nationalökonomie

„Nationalökonomie ist, wenn Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch Notverordnungen aufgehoben werden. […]
Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der Andere werde gepumptes Geld zurückzahlen. Tut er das nicht, so erfolgt eine sogenannte Stützungsaktion, bei der alle, bis auf den Staat gut verdienen.“
Dieser Absatz, den ich gerade in Kurt Tucholskys Sechzehn Essays und Geschichten entdeckt habe, gefiel mir einfach zu gut, um ihn auf 140 Zeichen zu verstümmeln. Passt irgendwie immer noch, obwohl Tucholsky diese Zeilen in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts geschrieben hat. Tucholsky war gewiss kein großer Ökonom. Das macht aber nichts. Im unterschied zu letzteren oder zumindest einigen solchen, konnte Tucholsky treffend formulieren.
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