Auf nach Beijing

Arian Kriesch mit Mao Zedong am Tianan\'men-Platz

Heute geht es über Frankfurt nach Beijing. Eine Woche, hoffentlich spannende Diskussionen, chinesische Kultur, idealerweise nette Leute. Ich bin gespannt.

Ich bin dort mit ein paar anderen JuLis. Geplant sind Diskussionen und Arbeitssessions mit Studenten der School of Government an der Beijing University, wo wir Gäste der Jugendliga sind und der Qinghua School of Public Policy and Management.

Ich bin darauf gespannt, was dort für Menschen studieren, was ihre Ansichten sind, welche politische Vision sie für ihr Land haben und welche Rolle die „kommunistische Partei“ in diesen Entwürfen hat. Natürlich ist das alles ganz besonders spannend vor dem Hintergrund der aktuell mit harten Bandagen geführten Kämpfe um die neue Spitze der KP.
Verschiedene chinesische Freunde und Bekannte haben mir unterschiedliche Einschätzungen über die Studenten an so einer School in China erzählt. Vom zielstrebigen Parteikader bis zu ganz normalen, offen eingestellten, liberal denkenden Studenten wäre da alles dabei. Entweder die Mischung ist tatsächlich so bunt, oder zumindest eine der Einschätzungen ist ein Vorurteil.

Diese Woche habe ich dann auch doch noch mein Visum bekommen, nachdem mein Pass anscheinend zwei Wochen im Konsulat war. Gerade noch rechtzeitig.
Jetzt kann China kommen. Auf den Flug bin ich diesmal auch gespannt, mein erstes Mal im A380.

Das letzte und erste Mal, das ich in Beijing war, hatte ich auf dem Weg zu einer wissenschaftlichen Konferenz in Südkorea nur zwei Tage Zeit. Was das Internet betraf, ging dank Zensur leider nicht viel. Meine eigene Seite war nicht erreichbar, Flickr, Facebook, Twitter, geblockt. Mal sehen, wie es diesmal aussieht und ob ich vielleicht, im Unterschied zu damals, mein VPN zum Laufen bekomme. Falls ja, gibt es über einen dieser Kanäle ab und zu ein paar Neuigkeiten. Falls nein, erst, wenn ich wieder zurück bin.