Will statt Christiansen

A. Will. Bild von Howie_Berlin unter Creative Commons Licence by-nc-nd auf flickr.Ich muss ehrlich sagen, der Abschied von Sabine Christiansen der, ihre berufliche Vergangenheit nie ganz abgelegten früheren Stewardess, gerade aus ihrer Sendung fällt mir weniger auf als der von Anne Will, der ersten Sportschau-Moderatorin aus den Tagesthemen, die direkt danach gesendet wurden.

Zu ihrer letzten Sendung hatte Christiansen nur einen Gast auf dem Podium. Ich konnte mir diese letzte Sendung natürlich nicht entgehen lassen, kann mich aber immer noch nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zu Christiansen eingeschaltet habe. Es wurde immer langweiliger in letzter Zeit. Keine interessanten Gäste. Langweilige, rhetorisch völlig unbegabte Dampflauderer, die als „Experten“ ihre Meinung zum Besten geben sollten.

Der einzige Gast heute war unser Bundespräsident Horst Köhler. Ab und an ganz nett anzuschauen, aber im Grunde genommen hat er leider nur Phrasen von sich gegeben. Aber besonders die eingeschobenen Fragen aus dem Publikum wirkten irgendwie unecht und gespielt. Die eines Hartz-IV-Empfängers aus Meck-Pom genauso wie die einer Schülerin „mit Migrationshintergrund“, so oder so ähnlich wurde jedenfalls der Name eingeblendet. Immerhin kann man hoffen, dass auch die Redaktion wechselt. Die bisherige Sendung „Christiansen“ wurde schließlich von deren Produktionsfirma hergestellt. Wie bereits geschrieben wird:

Nun ist Will nicht nur Journalistin, sie ist als geschäftsführende Gesellschafterin der Will Media GmbH auch Geschäftsfrau und Chefin von rund 20 Mitarbeitern, die ihre neue Talkshow mit Inhalt bestücken.

Un der ARD-Redaktionsleitung wird die neue Sendung auch endlich unterstellt, statt der Unterhaltungs-Abteilung in die Sabine Christiansen trotz zwischenzeitiger Diskussionen bisher fiel. Mal sehen, was Anne Will uns ab dem 16. September Sonntag für Sonntag Abend präsentieren wird. Ich fand es ja persönlich ein bisschen schade, dass nicht WDR-Moderator Frank Plasberg (Hart aber Fair) den Zuschlag für die Nachfolgesendung von Christiansen erhalten hat, aber vielleicht ist eine solche Vielfalt auch gut. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Übrigens führt(e) Sabine Christiansen zu ihrer Sendung ein Weblog. Ehrlich gesagt finde ich diese Technik dort ein bisschen Fehl am Platz. Es wurde im Grunde genommen nur um Zuschauerkommentare gebeten, keine Hintergründe, keine Zusatzinfos. Ein Weblog ist etwas anderes und die Aktivität dort hält sich demgemäß auch sehr in Grenzen.

Nachtrag: Gerade habe ich bei „Best Wisches“ noch eine Kommentar „Köhler vs. Christiansen“ gefunden, der mir aus der Seele spricht.�

2 Kommentare

  1. Ich bin bloß froh, daß die Saftschubse endlich weg ist! Damit ist die Ära Schröder auch im TV endgültig beendet!!!

  2. Na. Christiansen war ja schon vorher da. Sie sah ihn kommen und gehen. Ob Christiansen nicht eher eine Ära für sich war…?

Kommentare sind geschlossen.