Die Spinnen, die Hessen(-SPDler)

Die Sozialdemokratin Dagmar Metzger hat meine Hochachtung. Eine von 42 hessischen SPDlern hält sich an das wichtigste Wahlversprechen, dass die Partei mit Frau Ypsilanti an der Spitze vor der Wahl noch gegeben hatte. Die Grünen (Grinke?) paktieren fröhlich mit, fühlen sich offensichtlich an ihre alten, überwunden geglaubten, linksradikalen Spontizeiten mit Maobibel und Che-Guevara-Schlägertrupp-Flaggen erinnert und regen sich eher über „fehlende Fraktionsdisziplin“ in der SPD auf als darüber, dass die SPD mit den Altkommunisten ins Bett zu gehen vorhat.

Die Landtagsabgeordnete [Dagmar Metzger] fühlt sich an ihr Versprechen im Wahlkampf gebunden, die SPD werde auf keinen Fall mit der Linkspartei paktieren. (via)

Es gibt scheinbar doch noch vernünftige, demokratische Sozialdemokraten? Der Seeheimer Kreis in der SPD verlautbart beispielsweise:

Die Seeheimer betonen jedoch, dass sie „unter derzeitigen Gegebenheiten“ nicht nur im Bund sondern auch in den alten Bundesländern eine Zusammenarbeit mit der Linken ablehnen, da sich deren westdeutscher Teil „weitgehend aus Altkommunisten, Sektierern und gescheiterten Sozialdemokraten zusammensetzt“.

Prinzipiell die richtige Richtung. Nur die Beschränkung auf „westdeutscher Teil“ outet dann wohl doch den wahren Beweggrund. Statt „Altkommunisten“ scheint „gescheiterten Sozialdemokraten“ das Iih-Wort zu sein. Schon merkwürdig, dass jemand, der sich die ostdeutschen Linksradikalen und deren Programme ansieht, diesen antidemokratischen Haufen für koalitionswürdiger hält als deren Pendant in den alten Bundesländern.

3 Kommentare

  1. Schön , dass jetzt nach den Grünen auch die SPD ein „Metzger-Problem“ hat: einen Abgeordneten, der Ãœberzeugungen über Parteiinteresse stellt. Mehr davon!

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