Niebels einführende Worte zum FDP-Parteitag?

Ich dachte mir ja, dieses auf den FDP-Bundesparteitagsseiten dick eingebundene Youtube-Video der Pressekonferenz zum Bundesparteitag wäre vielleicht interessant. Es würde ein paar Schwerpunkte rüberbringen. Aber was soll denn ein Video, das ich selbst bei Lautsprechern am oberen Anschlag nicht verstehen kann? Mir Dirk Niebel pantomimisch anzuschauen, da habe ich beileibe besseres zu tun.

Das einzige, was ich wirklich verstehen kann sind die einleitenden, mal wieder zutiefst pathetischen, Rückblicke auf die Geschichte der Liberalen, die derzeit ihren 60. feiern und noch viel weiter auf die Märzrevolution von 1848. Muss das neuerdings bei jeder Gelegenheit sein? Mir ist da gerade noch das Pathetikhuberisch polarisierende Auftreten gegen die Linkspartei auf dem letzten Bundesparteitag in Stuttgart in Erinnerung, die ihre Veranstaltung parralel zu den Liberalen gelegt haben um dort mit Kommunistischer Plattform und viel Brimborium eine de facto Umbenennung zum Aufbruch in den Marxismus des 21. Jahrhunderts zu zelebrieren.

Macht sich derartiges Gebahren der Linksparteialtvorderen nicht von selbst lächerlich? Werte und Wurzeln in allen Ehren. Aber so penetrant wie derzeit bei Niebel kommt einem das ja fast nur noch so vor, als ob da konstruktiver Pragmatismus fehle.

Bleibt die Hoffnung, dass das Ãœbrige, was er zum Besten gegeben hat nichts Neues war:

Und weil die Frage per E-Mail kam: Nein, ich kann mich nicht entsinnen, im Netz oder real einmal einem FDP-Parteirepräsentanten auch höherer Ebene um den Bart geredet zu haben. Das habe ich auch weiterhin in guter Tradition der JuLis nicht vor. Was gut ist wird „gelobt“, was schlecht ist wird „getadelt“. So schlecht kann ja nicht alles sein. Schließlich habe ich mich auch mal entschlossen dieser Partei beizutreten. Und ich bleibe. Aus Ãœberzeugung, dass die Sache richtig ist.