Shooter in realen 3D-Welten?

Angesichts dieser unglaublichen Videos aus 3D-Geovisualisierungssystemen wie sie Google und Microsoft mit ihren Earth und Virtual Earth Programmen und der massenhaften photographischen Aufnahme von Gelände insbesondere in Städten mittelfristig flächendeckend anstreben, ist es doch eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die Computerspielehersteller auf den Zug aufspringen und Spiele programmieren, die sich bei Bedarf jede aktuelle Umgebung einfach herunterladen, die sich der Spieler gerade aussucht. „Ränder“ von Spielekarten und Welten, deren Landkarten nichts mit der Realität zu tun haben dürften dann endlich der Vergangenheit angehören.

Was steht dem im Weg: Zu wenig Daten? Zu langsame Verbindungen, um sich diese riesigen Datenmengen bei Bedarf von Google- oder Microsoft-Servern nachzuladen? Oder noch zu langsame Rechner? Wobei das Rendern ja eigentlich erstmal nicht komplexer sein müsste als es bei aktuellen Shootern auch schon ist.

Andererseits: Wird ein Spiel, das wieder nur in einem guten Abbild der Realität spielt, wie wir sie kennen den Spielern nicht zu langweilig rüberkommen? Eher nicht, solange jeder Mensch einen Winkel in der Welt hat, wo er gerne wäre, aber nicht so schnell hin kommt. Meine Einschätzung.

5 Kommentare

  1. Glaube das könnte dann die Grenzen der Realität doch zu sehr verwischen – Abertausende von Amokläufern wären wohl die Folge :D

  2. @Henry: Meinst Du wirklich, es macht einen Unterschied, ob jemand durch reale Wälder pirscht, durch die Straßen des echten, fotorealen 3D-New-York sprinted oder ob immer bessere Modellierungen der realen Welt versuchen, diese nachzubauen? Mit Physikengines und Unmengen Rechenaufwand wird das ohnehin versucht zu erreichen, was das einfache Aufnehmen der Umwelt viel einfacher macht… viel einfacher zumindest, wenn die Herkulesaufgabe der einmaligen Aufnahme geschafft ist.

    Und die andere Seite: Du meinst, Amokläufer wären die Folge. Gegenfrage: Warum sollte dieser Effekt stärker auftreten, wenn es die Schule, in der man um sich schießt irgendwo wirklich gibt als wenn sie sich irgendein Spieledesigner ausgedacht hätte. Oder meinst Du im Ernst, dass sich irgendwelche Jugendlichen ihre eigene Schule herunterladen und dann darin auf die Lehrer losballern, die man vielleicht auch noch mit eingescannten Fotos einsetzen könnte?

    Das wäre zu beweisen.

  3. Nein natürlich meinte ich das nicht ernst – auch liegt mir nichts ferner als zu versuchen gegen den Landesprogrammatiker anzustinken :D

    Aber das mit der eigenen Schule zum Runterladen… mhh… Ich spiele solche Spiele nicht – aber das wäre mal ein Kaufargument ;)

    q.e.d.

  4. Was glaube ich gerade nicht ganz rüberkam – Das mit den Amokläufern war mit den Augen eines Innenministers gedacht… Frage mich gerade wann das Versammlungsrecht in Second Life auch beschränkt wird *gg*

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