Stöckchen: Wie kam ich zur Politik?

Auf dem Bundeskongress der Jungen Libealen in Dresden 2009 Das fragt Jan in Anregung durch AnKa. Er antwortet seitenlang. Das werde ich nicht machen, auch wenn es sich dort ganz interessant liest. Wie ich vor 9 ½ Jahren zu den Liberalen bei JuLis und FDP kam lässt sich eigentlich recht kurz zusammenfassen.

Ich war 16. Hatte mich kurz vorher auf die Kommunalwahl in NRW gefreut, bei der ich das erste Mal wahlberechtigt gewesen wäre. Natürlich habe ich mich schon vorher für Politik interessiert, wie das so üblich ist primär für Bildungspolitik, Bürgerrechte, Grundsätze. Ich muss zugeben, dass diese Themenbereiche auch daheim öfter mal diskutiert wurden, eine Vorprägung lässt sich bestimmt nicht abstreiten. Oft genug war ich ziemlich genervt von den politischen Radikalpositionen, die einige Mitschüler und einige Lehrer bei jeder, sich bietenden Gelegenheit von sich gegeben haben. In NRW hätte ich damals schon vorgehabt, liberal zu wählen, nachdem ich die Parteiprogramme aller demokratischen Parteien angesehen hatte. Und ich habe ohne viel liberale oder allgemein politischer Theorie damals schon nicht verstanden, warum der Staat eigentlich alles besser wissen sollte als ich selbst. Warum Regelungen für alle Bürger bessere Lösungen für persönliche Probleme bieten sollten, als man sie selbst oder auf niedrigerer Ebene entwickeln kann.

Dann gab es 2000, als ich gerade noch ganz frisch in Bayern, genauer Franken angekommen und noch in der 11. Klasse war einen FDP-Bundesparteitag in Nürnberg. Zu einer Zeit, als es der FDP noch nicht wieder so gut ging wie mittlerweile.

Hauptinformationsquelle bis dahin waren die Nachrichten und Tageszeitungen. Die Chance, mir die Partei, der ich anscheinend am nächsten Stand, genauer anzusehen wollte ich mir nicht entgehen lassen. Als Gast angemeldet und vor Ort das erste Mal live einen Riesenhaufen organisierte Liberale vorgefunden. Alles noch ein bisschen fremt, wenn ich so zurückschaue. Aber allein schon, was für unterschiedliche Menschen dort waren und wie diskutiert wurde, das machte Eindruck.

Nicht viel später habe ich mich dann über die Websiten www.julis.de und www.fdp.de als Interessent und dann kurz darauf als Mitglied angemeldet. Und bin bis jetzt dabei geblieben. Meine Themenbereiche haben sich relativ kurz darauf ausdifferenziert. Kein Wunder, wenn man sich ein bisschen näher mit den Themen beschäftigt. Ca. ein Jahr später wurde ich Kreisvorsitzender der JuLis Fürth, ein tolles Amt, das ich ein paar Jahre lang führen durfte. Dann stellte ich irgendwann fest, dass das Amt des Programmatikers mir am meisten Spaß macht. In der Zwischenzeit habe ich eine Riesenanzahl richtig netter Leute kennengelernt, natürlich auch realisieren, dass Parteifreund nicht gleich Freund ist, Gefallen an den innerparteilichen Debatten gefunden. Heute bin ich im fünften Jahr JuLi-Landesprogrammatiker in Bayern, ein Amt, das mir unheimlich viel Spaß macht, Bundesarbeitskreisleiter der JuLis für Umwelt, Infrastruktur und Innovation, noch nicht ganz so lange, aber genauso leidenschaftlich, FDP-Landesvorstandsmitglied, und meinen alten Kreisverband Fürth habe ich auch nicht vergessen. Gerade bin ich auf dem Weg zum Bundesparteitag der FDP. Und freue mich schon wieder auf die spannenden Diskussionen.

Und so kurz ist der Artikel doch nicht geworden. Aber ich wollte ohnehin seit langem endlich mal wieder etwas bloggen.

Und wie sich das bei einem Stöckchen so gehört, werfe ich es natürlich weiter: An Eva, Fifi, Lasse, Konstantin, Peter, Jens und alle Bloggerkollegen von den JuLi-Blogs. Ja, das sind alles Liberale Blogger. Es sei aber betont, dass sich Jans Stöckchen an alle politisch Aktiven richtet!

3 Kommentare

  1. Hi, mein Stöckchen (nicht Jans ;-) der hat zwar viiiiiiiel mehr als ich geschrieben, aber ich habs erfunden) wächst und gedeiht. Freut mich! Besonders, dass du auch viel ausführlicher geantwortet hast, als geplant.^^

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